Pflege- und Auffangstationen

Jedes Jahr zur Brutzeit häufen sich Fundmeldungen über scheinbar hilflose Jungvögel und andere Tierkinder, die aus dem Nest gefallen sind und von unzureichend informierten Spaziergängern mitgenommen werden. Dabei gilt: Wer auf einen einsam und hilflos wirkenden Jungvogel trifft sollte das Tier auf keinen Fall gleich aufnehmen, sondern es an Ort und Stelle belassen.

 

Der Schein trügt häufig, denn die Jungen vieler Vogelarten verlassen ihr Nest bereits, bevor ihr Gefieder vollständig ausgebildet ist. Wichtig ist, dass der Finder eines „aus dem Nest gefallenen“ Jungvogels besonnen die Situation beurteilt bevor er handelt. Meist handelt es sich nicht um Waisen, sondern um fast flugfähige Jungvögel mit relativ vollständigem Gefieder, die durch Bettelrufe noch mit ihren Eltern in Verbindung stehen. Sobald der Mensch sich entfernt, können sich die Eltern wieder um ihre Kinder kümmern.

 

Auch immer wieder erreichen uns Meldungen von verletzten Tieren, die unsere Hilfe brauchen. Vom Auto erfasste Mäusebussarde sind in unserer europäischen Kulturlandschaft leider ebenso auf der Tagesordnung wie der an einer Überlandleitung verunglückte Storch oder der an einer Glasfassade verunglückte Eisvogel. Die Tendenz ist steigend! Dies ist ein deutliches Indiz für den zunehmenden Verbrauch von Natur und Landschaft.

Was tun mit verletzten Säugetieren und Vögeln?

 

Über die  Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland Pfalz und Saarland, 0641-200 095 30 Dienstag u. Donnerstag können Sie Hilfe und AUskünfte erhalten.

 

Bei Fragen um das Thema Fledermäuse hat der NABU eine Fledermaushotline unter der 030/284984 -5000 geschaltet.

Weitere Infos und auch die Uhrzeiten der Hotline finen Sie hier.

 

 

Unsere Liste mit  den Pflegestellen für hilfsbedürftige heimische Vögel, Fledermäuse, Amphibien, kleine Säugetiere im (erreichbaren) Berich der Region Kassel haben wir ab Augsut 2021 hier für 2021 entfernt. 

 

Die rein ehrenamtlichen Pfleger*innen haben uns darum gebeten. Denn auch in 2021 sind die Stationen voll und neben der Arbeit in der Freizeit nicht mehr zu bewältigen. Auch wurden einige bei Ablehnungen  beschimpft.

 

Wir alle hoffen, dass sich die Situation entspannt und alle Kapatzitäten dann wieder zur Verfügung stehen. Gleichzeitig versuchen wir, dass sich der amtliche Artenschutz auch um diese Dinge kümmert und dies nicht nur auf die ehrenamtlichen Pflegstellen beschränkt.

 

Wir danken für Ihr Verständnis.

 

 

 

Alle Angaben sind ohne Gewähr und viele der genannten „Helferinnen und Helfer“ sind ausschließlich ehrenamtlich tätig.

 

Adressen weiterer Stationen können Sie uns gerne melden. Bitte beachten Sie, dass es sich oft um ehrenamtliche Arten- bzw. Tierschützer handelt, die sich in Ihrer Freizeit um verletzte Tiere kümmern. Einen Anspruch auf Aufnahme der Tiere besteht daher nicht. Die Betreiber der hier aufgeführten Pflegestationen handeln in vielen Fällen nicht im Auftrag des NABU und sind für den Zustand der Pflegeeinrichtung selbst verantwortlich.

 

Eine weiterer regelmäßig aktuell gehaltene Liste der Pflegestationen im Regierungsbezirk Kassel
und weitere Infos finden sie hier auf den Seiten des Regierungspräsidiums Kasse